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Sehenswürdigkeiten


in St.Radegund


St.Radegund mit dem Schöckl 1929 (Copyright abgelaufen)

Auf diesen Seiten finden Sie Informationen zu Geschichte und Sehenswürdigkeiten der Gemeinde St.Radegund bei Graz und der näheren Umgebung. Unsere Gemeinde liegt etwa 15 km nordöstlich der steirischen Landeshauptstadt Graz. Das Gemeindegebiet erstreckt sich am Südfuß des Schöckls.

Fläche: 21,60 km2
Einwohner: 2055 (im Jahr 2004)
Ortschaften:
Diepoldsberg,Ebersdorf,Klamm,Kreuzberg,Rinegg,Radegund,Willersdorf u.a.



Was bedeutet der Name "Radegund"? Der Name kommt von der gleichnamigen Heiligen, die im Frühmittelalter in Frankreich gelebt hat.

Sehenswürdigkeiten:
Pfarrkirche (1490-1513) mit Fresken (1506)
Kalvarienberg (1768-1773)
22 Quellen
Burgruine Ehrenfels

Allgemeines zur

Geschichte von St.Radegund:


Erste Erwähnung 1403 als Radigundtstarff

Die Pfarrkirche

Patrozinium: Hl.Radegunde.
Erbaut 1490-1513 (spätgotisch).
Fresken (1506)

Die Kaltwasserheilanstalt

Ende des 18.Jahrhunderts waren schon Chirurgen in St.Radegund tätig.
Die Heilanstalt wurde 1841 von Dr.August Demelius gegründet.
1854 war Dr.Adalbert Sponner der Leiter, 1863 Dr.Josef Schindler.
Novystein Der seit 1868 tätige Dr.Gustav Novy ist der bekannteste Arzt,
er verhalf dem Ort zu einem ungeheuren Aufstieg was Nächtigungen
und Besucherzahlen betrifft. 1867 wurde das Postamt eröffnet
und 1883 wurde Dr.Novy zu Ehren der Kalkberg in Novystein
umbenannt, so heisst dieser Berg noch heute.
Vor allem aus Ungarn kamen viele Menschen zur Kur nach Radegund.
Nach Dr.Novys Tod übernahm Dr.Gustav Ruprich die Leitung,
nach dessen Tod 1912 übernahm die Krankenkasse den Betrieb.
1922-1953 leitete Dr.Sepp Pollak die Anstalt.
1925 wurde eine Autobuslinie nach Graz eingerichtet.
1951 wurde die Schöcklseilbahn eröffnet.
1973 wurde das neue Kurzentrum (Herz-Kreislaufheilstätte) eröffnet.

Der Kalvarienberg

Der Grazer Kalvarienberg diente als Vorbild.
Kalvarienberg Der Erbauer war wahrscheinlich Bartlme Pucher
1767 ging Pfarrer Braun aus Dobl nach Radegund und
ließ die Stationen erbauen.
1802 ließ sein Nachfolger, Pfarrer Prem, die Kalvarienbergkirche erbauen.
Später wurden Gitter notwendig, weil die Wallfahrer alle Kleinodien mitnehmen wollten.
Die Kalvarienbergquelle hieß auch Eremitenquelle.
Der Kalvarienberg im Winter 1914 ging der Kalvarienberg in das Eigentum der Gemeinde über (!).
1997-2003 wurde der Kalvarienberg restauriert.
Kalvarienberg heute

Das Bauerntheater von St.Radegund

Gegründet wurde das Theater 1896 von Herrn Dr.Gustav Ruprich mit dem Stück "Die Z'widerwurzn" von H.von Schmid.
Die Bauerntheaterbühne war sehr beliebt und sogar Peter Rosegger zählte zu den Zuschauern.
Nach dem Ersten Weltkrieg und nach dem Zweiten Weltkrieg wurde die Bühne wieder gegründet, wurde aber in den 50er Jahren aufgelöst.Das Kino war zu starke Konkurrenz.

St.Radegund 1911

Die Burg Ehrenfels

Ehrenfels war im Besitz der Herren von Graz und wurde am Beginn des 13.Jahrhunderts errichtet.
Nach vielen Besitzerwechseln kam sie 1439 in den Besitz der Stubenberger und wurde nun nicht mehr bewohnt, sondern nur noch verwaltet, wodurch sie verfiel. In den 90er Jahren des 20. Jahrhunderts wurde sie restauriert und dient nun einer Famile als Wohnsitz.
Heute kann die Burg deshalb nur von außen besichtigt werden.

Die Volksschule St.Radegund

In der Frühzeit der Schule war der Lehrer und der Mesner eine Person. Um 1800 war der Ortspfarrer für die Schule verantwortlich. Das änderte sich erst 1868, als die weltlichen Behörden die Aufsicht über die Schulen übernahmen.
1881 besuchten 159 Schüler die dreiklassige Volksschule St.Radegund.
1894 wurde der Schulsprengel neu festgelegt und auch Schüler, Kinder der Bauern aus Stattegg (später Hohenberg) mussten in St.Radegund die Schulbank drücken und nicht in Kalkleiten. Noch heute gehen ein paar Stattegger Kinder aus Hohenberg in St.Radegund in die Volksschule!
1907 wurden schon vier Klassen geführt.
Erst 1973 dachte man an den dringend notwendigen Neubau. Da Risse und Sprünge sichtbar wurden, als man mit den Abrissarbeiten begann, wurde die Schule geräumt. Gerade rechtzeitig. Denn am 30.5.1973 stürzte ein Trakt ein. Dabei kam ein Gastarbeiter aus Jugoslawien ums Leben.
1975 wurde der neue Schulbau fertiggestellt und von Landeshauptmann Niederl und Pfarrer Oswald eingeweiht.
Ende der 1970er Jahre betätigte sich der Autor selbst als aktiver Flötenspieler in der Volksschule St.Radegund, ist aber später auf die Steirische Harmonika umgestiegen.

Die Gemeindevertretung 2007

Bürgermeister ist heutzutage Alfred Mailänder (SPÖ).
Bürgermeister Mailänder

Literatur:
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Version 1.01 - 24. Juli 2007

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